chef blog: andreas gfrerer in der krise

ich lese und höre nichts anderes mehr: die krise. zeitungsmeldungen klingen zzt so: "...die finanzmarktkrise, die wirtschaftskrise, die energiekrise und die klimakrise haben eines gemeinsam: sie sind alle nachhaltigkeitskrisen... " oder: "...das durch die finanzkrise in die krise geratene unternehmen xy..."

schleichender begleiter der krise ist die angst. sie engt den blick ein und lenkt ihn darauf, was wir alles verlieren können. und lenkt ab von dem, was wir schon alles haben oder was essentiell ist.

ich rufe die krise des krisengeredes aus. es ist ein gemeinplatz: die krise ist eine chance. die frage ist: wie gehen wir mit einem geänderten ausgabeverhalten um? was bedeutet das für die werte, die wir im unternehmen leben, werte wie unaufgeregtheit, urbanität, gemütlichkeit, heimat, individualität, sicherheit, freiraum? wie nutzen wir die notwendigkeit, unseren spielraum etwas zu verkleinern? wird uns ein engerer gürtel am ende schlanker machen?

mein gefühl: es wird zu einer neubewertung unseres lebensstils und zu einer beschleunigung bestehender trends kommen. unsere strategie: vernünftig sparen (an internen strukturen, nicht an der leistung für unsere gäste), verkaufsfördernde maßnahmen (inkl. umschichtungen im marketing) und kreative neuansätze (neue produkte und dienstleistungen, starke marktsignale).

wir bleiben dynamisch. und eines lass ich mir sicher nicht nehmen: meine lebensfreude und alles, was dazugehört - auf jeden fall: kunst, design, gutes essen, guter wein.

andreas gfrerer
owner
arthotel blaue gans