fische, fonds und fette beute


helmut elsner hatte wahrscheinlich nur pech: hätte er sich nur ein, zwei jahre später in justitias netzen verstrickt, vielleicht wäre er im lichte der jüngeren entwicklungen auf den internationalen finanzmärkten beinahe als "kleiner fisch" durchgegangen.

durch die aktivitäten der "geldhaie" wird eine gesamte branche, wird das ganze wirtschaftssystem einer neubewertung unterzogen: der vorstandschef des finanzdienstleistungskonzerns zurich, james schiro, gestand beim world economic forum in davos fehler ein. es sei klar, dass kontrollsysteme versagt hätten: "wir haben risiken zu tief angesetzt. wir haben einen noch höheren preis bezahlt, weil wir werte schleifen ließen", sagte schiro. "wir können uns alle nur entschuldigen. wir müssen jetzt vertrauen und glaubwürdigkeit wiederherstellen. das ist ein langer prozess."

und pepsi-chefin indra nooyi sagte: "es ist fast peinlich, aber wir müssen hier über werte sprechen." warum ihr das peinlich ist, wird nicht berichtet. uns ist es nicht peinlich, über unsere werte zu sprechen: aufmerksamkeit, unaufgeregtheit, verläßlichkeit, einfachheit, regionalität, verwurzelung in der tradition, lustvoll leben im heute, neugier für das kommende, hinausschauen über den tellerrand. und viele andere mehr, über die wir weiterhin ganz ohne peinlichkeit ganz viel sprechen werden.