Salzburg ist nicht New York

…aber fast. Die SommerSZENE 2010 schenkt ihrer Stadt einen urbanen Raum für alle

Jeder hat so seine Geschichte mit Salzburg. Und Salzburg hält viele Geschichten bereit. Hier leben 149 Nationalitäten, eine weniger als in New York, hier kommen und gehen Menschen, deren Biografien und Begabungen bereichern die Stadt und speisen sich aus ihr, sie kommen und gehen, um hier oder weit weg von hier ihr Glück zu finden. Die SommerSZENE hat mit ihren Festivals seit Jahrzehnten die Kunst der Welt nach Salzburg geholt, nun holt sie aus der Stadt selbst heraus, was diese hervorzubringen hat.

Ungeahnte Schätze wurden da in langer Vorbereitung gehoben und werden in einer kompakten Woche vielerorts zu sehen sein. Der öffentliche Raum wird dafür zur Bühne, allerdings nicht im Sinne einer Vergangenheit, von der Salzburg nach wie vor gut lebt und welche die Stadt zur Bühne zugelassener Akteure erklärt hat, sondern als Raum, der allen zur Verfügung steht und den es zu füllen gilt, statt ihn bloß als Kulisse hastig oder unverdient ehrfurchtsvoll zu streifen. Bei der SommerSZENE ist alles echt, echt Salzburg. Mehr als 250 Salzburgerinnen und Salzburger haben sich auf die Projekte der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler eingelassen und zeigen Möglichkeiten einer Salzburger Identität auf, die sich ebenso wie die ungewöhnlichen Fotos vom studio5 im Programmheft und im Lesebuch zum Festival nicht auf den ersten Blick erschließen.

Die Ausstellungen, Aufführungen und Spielorte, die allesamt bei freiem Eintritt zu besuchen sind, sollen nach dem Wunsch von Intendant Michael Stolhofer in bester 70er Tradition Kultur für alle ermöglichen in einer Stadt, die in jeder Hinsicht internationale Kulturstadt ist.

bild szene salzburg; text: kb 
/ markenredaktion gänsehaut arthotel blaue gans salzburg