Antworten, aus denen neue Fragen entstehen

WALK OF MODERN ART – EINE KUNST-PROMENADE
Bei dem in Europa einzigartigen Projekt der Salzburg Foundation präsentieren die wichtigsten internationalen zeitgenössischen Künstler ihre Kunstwerke in der Stadt Salzburg.


  
Musik und bildende Kunst prägen das Selbstverständnis der Stadt Salzburg. Das ehrgeizige Anliegen der Salzburg Foundation ist es, die kulturelle Tradition Salzburgs durch zeitgenössische künstlerische Positionen zu erweitern und den öffentlichen Raum in einen Kunstgarten zu verwandeln, der zu Auseinandersetzung und Diskussion auffordert.

Jährlich lädt die Salzburg Foundation einen international renommierten Künstler ein, die Stadt Salzburg zu besuchen, sich eingehend mit ihr zu beschäftigen und anschließend ein Werk im öffentlichen Raum zu realisieren. Die Auswahl der jeweiligen Künstler erfolgt durch ein internationales, unabhängiges Expertenteam unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. h.c. Walter Smerling.
  • Wieso wurde der Kiefer-Pavillon so heiß diskutiert?
  • Was bedeuten die Ziffern im Wald von Mario Merz? 
  • Wohin möchte James Turell im Skyspace unsere Blicke lenken? 
  • Wen stellen die Figuren von Stephan Balkenhol dar?
  • Warum lädt uns Marina Abramovic zum Verlieren der Zeit ein?
  • Was hat die Mozart Skulptur von Markus Lüpertz mit dem Künstlergenie Mozart zu tun?
Die Kunstwerke der Salzburg Foundation geben Antworten, aus denen wieder neue Fragen entstehen.

Das Kunstprojekt der Salzburg Foundation lädt dazu ein, den Stadtraum mit neuen Augen zu erleben. Wir schlagen Ihnen eine künstlerische Promenade vor, bei der Sie sich Sehens-Würdigem widmen – die Sehenswürdigkeiten aus dem Reiseführer gibt’s gratis dazu.


Nehmen Sie eine neue Perspektive ein und lassen Sie sich von den Gedanken der Künstler zum jeweiligen Ort berühren! Der etwa 90-minütige „Walk of Modern Art“ startet beim arthotel Blaue Gans, und endet im Museum der Moderne auf dem Mönchsberg, das ausgezeichnete Museumsrestaurant M32 bietet sich für eine Rast an.

Der geführte Rundgang wird in Deutsch, Englisch und Italienisch angeboten. Natürlich können Sie auch auf eigene Faust durch unseren urbanen Skulpturengarten schlendern. Einen Folder mit Informationen gibt’s an unserer Reception. www.salzburgfoundation.at


Markus Lüpertz’ Werk ist ein unbekleideter weiblicher Torso, dem die Büste des Komponisten mit dem charakteristischen Zopf aufgesetzt ist. Der Künstler belässt seinen Mozart im bewussten Widerspruch zwischen männlich und weiblich, kräftig und zart, zwischen Montage und Demontage, Vollendung und Fragment.
„Caldera“ ist eine wahre Landschaft aus Bronze, Vor- und Rücksprüngen, Formen, die sich gegeneinander schieben wie tektonische Schichten. Innerhalb dieser Formen kann der Betrachter menschliche Profile ausmachen, die plötzlich auftauchen, räumlich interagieren und ebenso plötzlich wieder verschwinden – je nach Standort und Blickrichtung.
Ein fünfzehn Meter hoher Stuhl ist umgeben von acht weiteren, für das Publikum benutzbaren Stühlen. Die aus Edelstahl gefertigte Installation ist ein Angebot und eine Aufforderung an die Besucher. Sie lädt zur Meditation ein – und das ganz bewusst im belebten Stadtraum.
Brigitte Kowanz ist bekannt für ihre Lichtinstallationen, die sie in Form von Raumbildern realisiert oder als „Interventionen“ im architektonischen Kontext umsetzt. Eine solche „Intervention“ hat sie auch für die Salzburger Staatsbrücke vorgesehen, in deren Architektur sie gleichermaßen behutsam wie eindringlich mit ihrem Projekt eingreift.

* bei Redaktionsschluss noch nicht finalisiert
Wakolbingers großformatige Skulpturen aus Edelstahl werden zunächst am Computer entwickelt, bevor der Künstler sie plastisch umsetzt. Für das Kunstprojekt Salzburg hat er einen Platz am Rudolfskai zwischen alter Stadtmauer und Salzach gewählt, den er als Bühne für seine Skulptur begreift, durch die ein Bezug zum kulturellen Selbstverständnis der Stadt Salzburg entsteht.

* bei Redaktionsschluss noch nicht finalisiert
In der Chorkrypta des spätromanischen Salzburger Doms hat der französische Künstler Christian Boltanski unter dem Titel „Vanitas“ ein Schattenspiel inszeniert, das sich sehr präzise auf den Ort einlässt. Boltanski schafft ein Bild der Vergänglichkeit, das dem Raum entspricht: Die Chorkrypta war einst geweihter Kirchenraum, der auch als Grablege diente.
Die Skulptur „Sphaera“ auf dem Kapitelplatz ist mit Sockel rund 9 Meter hoch. Sie zeigt eine männliche Figur, die gelassen auf einer großen Goldkugel steht. Schwarze Hose, weißes Hemd, neutrale Haltung und Ausdruck – dieser Mann könnte uns bekannt sein, könnte aber auch jedermann sein.
„Awilda“ ist der monumentale, 5 Meter hohe Kopf eines jungen Mädchens mit karibischen Gesichtszügen, gestaltet aus weißem spanischem Marmor. Die Figur, die unmittelbar aus dem Boden zu wachsen scheint, vereint Distanz und Nähe gleichermaßen. Sie strahlt eine übernatürliche Ruhe und etwas höchst Rätselhaftes aus.
Das Haus – platziert mitten im Furtwänglerpark – wurde exakt nach den Angaben des Künstlers gebaut und eingerichtet. Die Stellage mit den sechzig bleiernen Büchern, aus denen Zweige marokkanischer Dornenbüsche herauszuwachsen scheinen und das gegenüber befindliche Bild „Wach im Zigeunerlager“ treten zueinander in Beziehung.
Wesentlicher Bezugspunkt in Wurms Werk – so auch den Salzburger „Gurken“ – ist der Mensch in all seiner Individualität: „Die Faszination an der Vielfalt der Formen, die man nicht ausschöpfen kann, weil keine der anderen gleicht – das hat schon was. Jede Gurke ist individuell verschieden, aber doch sofort als Gurke erkennbar und einem Ganzen zuordenbar … ähnlich den Menschen.“

 * bei Redaktionsschluss noch nicht finalisiert
Es handelt sich um einen begehbaren Kunstraum in Form eines elliptischen Zylinders, der entlang der Innenwände Sitzflächen für den Betrachter bereithält und nach oben hin geöffnet ist. Der sichtbare Ausschnitt des Himmels mit seinen Licht- und Farbvariationen wird so zum Bestandteil des Werks.  
Tipp: in der Dämmerung besuchen – geöffnet!
Nahe dem Museum der Moderne liegt das Werk, halb versteckt hinter Bäumen und Büschen und schafft besondere Bezüge zum Aussichtspunkt über die Stadt. Die Konstruktion wirkt überraschend und geheimnisvoll. Sie ist allseitig offen und fügt sich sehr harmonisch in die Landschaft ein, eine perfekte Symbiose von künstlerischer und natürlicher Kreation.





Der etwa 90-minütige „Walk of Modern Art“ startet beim arthotel Blaue Gans, und endet im Museum der Moderne auf dem Mönchsberg.




Text: AG / Bilder: markenredaktion blaue gans salzburg, salzburg foundation (9)