Die Formel zum Glück

Ein Tag glücklich sein, trunken vom Wein.
Lebenslang, im Garten am Hang.



Die Weingartler vom Mönchsberg haben die Formel zum Glück gefunden.


Seit Beginn des Projektes, in einem brachliegenden Teil der Wehranlagen am Mönchsberg Wein anzubauen, sind viele Jahre vergangen. Von den organisatorischen Vorarbeiten, die Pfadfinder-Landespräsident Hans-Georg Keplinger übernahm, bis zum Tag, als die ersten Trauben geerntet werden konnten, musste sich das optimistische und tatkräftige Team gedulden. Alles wurde von Hand umgegraben, auf den Hang geschleppt, geschlagen, gesetzt, gezupft, gezogen, geschnitten, gelesen.

„Ein großer Wein entsteht immer im Weingarten“, sagt einer, der es wissen muss. Martin Mittelbach ist mit den Weinen seines Tegernseerhofes aus der Wachau auf den erlesensten Karten zu finden. Er ist es auch, der dem zehnköpfigen Team um Hans-Georg Keplinger die Arbeit im Weingarten erklärt hat. Den Rest machte die Zeit. Und die ist jetzt reif, um die ersten Flaschen vom Mönchsberg, dem „Paris Lodron Zwinger“, zu verkosten.

„Für uns war das einer der schönsten Momente: Den eigenen Wein zu trinken!“ schwärmt Keplinger, der sich dennoch nicht als Winzer bezeichnen würde. Die Schlüsselliste für den Garten, der schon um 1139 als Weingarten des Domstiftes und des Stiftes St. Peter urkundlich erwähnt wird, und unter Erzbischof Paris Lodron als „Zwinger“, als Wehranlage, erweitert wurde, trägt also die Überschrift „Die Weingartler“.

Hatte Martin Mittelbach noch an einen Scherz geglaubt als Hans-Georg Keplinger ihm erstmals vom Wein am Mönchsberg erzählte, ist auch er nun besonders stolz, die Geschichte des Weingartens weiter zu schreiben. „Der Wein ist großartig“, sagt Mittelbach, „keiner, der internationale Bewertungen bekommen wird, aber man merkt, dass ausschließlich Natur mitspielt. Er hat Spannung und Ausdruck.“ Ob der Malvasier, wie der frührote Veltliner zu Mozarts Zeit genannt wurde, auch so schmeckt wie damals, ist eine romantische Wunschvorstellung. Im 18. Jahrhundert dem Adel und Klerus vorbehalten, ist er jedenfalls auch heute eine Rarität. Andreas Gfrerer war so begeistert vom Weingarten über der Blauen Gans, dass er sich den Wein sofort sicherte. Er kommt exklusiv in der Blauen Gans zum Ausschank, solange der Vorrat reicht.


Der Tegernseerhof ist ein ehemaliger Lesehof des Bayrischen Klosters Tegernsee. In bereits fünfter Generation wird das Gut mit den Spitzenrieden Frauenweingarten, Höhereck, Kaiserberg, Kellerberg, Loibenberg, Steinertal und Supperin von der Familie Mittelbach bewirtschaftet. Die wunderbar geradlinigen Weine finden sich auf unserer Weinkarte. www.tegernseerhof.at


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Text: KB / Bild: markenredaktion blaue gans salzburg