Im März ist bei „eat & meet“ genießen angesagt.
Was die Gebrüder Grimm in ihrem Wörterbuch definierten, wird beim Kulinarikfestival der Genusshochburg Salzburg einen Monat lang ausgiebig gelebt. Hochwertige, schmackhafte und ideenreiche Köstlichkeiten, gewürzt mit vergnüglichen Rahmenprogrammen und außergewöhnlichen Begegnungen, laden zu unvergesslichen Erlebnissen ein. Die Caverne des arthotel Blaue Gans verwandelt sich hierfür in eine besondere Schatzkammer: Glücksschokolade, Genussschnecken und Genossenwein.
Den Anfang macht Josef Zotter, dessen Stück vom Glück in keine Muster passt und darum umso inspirierender ist. In seiner unbeirrbaren Leidenschaft und Neugier beweist der Schokoladenmacher, dass nicht Markt und Masse, sondern Eigenart und Vielfalt zum Erfolg führen. Und Genuss garantieren.
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Das Besondere liegt so nah
Abseits von Glitzer und Funkeln sind Filmfestivals auch Werkschauen.
Die Reihe Perspektive Deutsches Kino der Berliner Filmfestspiele will explizit auf den Film-Nachwuchs neugierig machen und inhaltliche und stilistische Trends erkunden. Im zehnten Jahr der Reihe freute sich deren Programmleiterin Linda Söffker über die Vielzahl und die Reife der Einsendungen. Als einen der ungewöhnlichsten Filme, die sie jemals im Programm hatte, nennt sie Nicolas Steiner und seine Dokumentation „Kampf der Königinnen“.
Im Kanton Wallis geboren und aufgewachsen, setzt sich Steiner aus der Distanz der Filmakademie und der Großstadt mit einer besonderen, identitätsstiftenden Tradition ästhetisch auseinander. Dabei entstand ein ungewöhnlicher Heimatfilm, der zugleich zeitlos eine alpine Einzigartigkeit dokumentiert. Die Eringer Kühe sind die letzten Überlebenden einer Rasse, die vor 5.000 Jahren den gesamten Alpenbogen von Österreich bis nach Savoyen bevölkerte und nunmehr ausschließlich im Wallis zu finden ist.
Mit den Castanas und den Pezzataneras aus dem benachbarten Aostatal, sind sie auch die einzigen Kühe, die eine natürliche Rangfolge in ihrer Sippe immer wieder auskämpfen. Aus diesem Naturtrieb heraus entstand der kontrollierte und von den Züchtern organisierte „Kampf der Königinnen“. Der Dokumentarfilm von Nicolas Steiner inszeniert, getragen durch die Stränge verschiedener Nebenfiguren wie dem engagierten Bauern, dem Radioreporter bei seinem ersten Auftrag und der jugendlichen Mopedgang, die versucht, den Blick eines Cowgirls auf sich zu ziehen, eine skurrile Geschichte zwischen Tradition und Moderne.
Die Schwarz-Weiß-Bilder von Kameramann Markus Nestroy aus Graz, der 2010 für den Studenten Oscar nominiert wurde, sind in ihrer Klarheit klassisch schön. Aus der eindringlichen Musik des Films stechen die Jodelgesänge der Erika Stucky hervor. Die Künstlerin, ebenfalls aus dem Wallis kommend, erweitert ihre Wurzeln zu musikalischen Grenzerfahrungen, die schon mehrmals in Salzburg zu hören waren, zuletzt zu Jahresbeginn im Spiegelzelt des Winterfestes, demnächst beim 10.
Sow Jazz Festival in Gastein. Die weite Welt ist wundersam, doch warum in die Ferne schweifen?
Gastein Snow Jazz Festival
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Nachlese
Ein Hut. Eine Mütze, vielleicht. Eine Kopfbedeckung jedenfalls, um das Denken zu behüten. Ein Anzug von Qualität. Ein Mantel, oder ein Wetterfleck. Jedenfalls praktisch, gegebenenfalls philosophisch. Schuhe oder Stiefel, für jeden Anlass die richtigen, geputzten, farblich sortierten, fein gearbeiteten.
Immer dieselben, für dieselben Wege und Wanderungen, für lebensrettende Spaziergänge mit Lebensmenschen. Lebensgesetze, die das Leben ordnen und gegen die Erschütterungen der Welt einen Wall ziehen, einen Kreis schließen. Diese wiederkehrenden Wege sind nicht das Ziel, sie führen auch nicht zum Ziel, nicht aus der Ausweglosigkeit des Alltags heraus.
Dennoch sichern sie das tagtägliche Weiterkommen, das Entkommen aus dem womöglichen Wahnsinn eines kranken Körpers, eines kranken, weil dauernd denkenden Kopfes. Im Gehen erholt sich dieser, kann seinen Rhythmus den Schritten anpassen, wiewohl der Weg endet, der Gedanke nie.
So ist Thomas Bernhard zu seinem 80. Geburtstag, 22 Jahre nach seinem Tod, Anlass für manche über seine Wege nachzudenken und seinen Gedanken nachzugehen, nachzulesen.
tipp arthotel: symposium "der unbekannte bernhard" / 12.-13. Februar 2011
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Hommage Haiku
Er kam und ging im Feber.
Im Gehen war er wahrlich ein Seher.
Alles ist gut
Warum Auszeiten beizeiten wichtig sind

Im Sport bedeutet ein Timeout eine Unterbrechung des Spiels. Diese wird genutzt, um die Taktik der Mannschaft neuen Umständen anzupassen, wenn sich zum Beispiel ein Spieler verletzt hat. Dauer und Häufigkeit der Auszeit sind dabei genau geregelt.
In der Verhaltenstherapie von Kindern und Jugendlichen gilt die Timeout Technik als hilfreich, um bei sogenanntem Fehlverhalten die Möglichkeit zu bekommen, wieder zu sich zu finden und das eigene Verhalten zu reflektieren. In der Netzwerktechnik bezeichnet der Begriff die Zeitspanne innerhalb eines Kommunikationsprozesses, in der man auf Antwort wartet. Eine Auszeit braucht also Zeit. Und sie macht Arbeit, denn es geht beim Innehalten nicht um inhaltloses Lümmeln am Sofa oder so. Im Gegenteil. Auszeiten bedeuten Analyse, Orientierung und Neuorientierung.
Die Auszeit als Arbeitszeitmodell, das Professoren an den amerikanischen Unis einführten, um dem Lehrbetrieb den Rücken kehren, und sich völlig ihrer Forschungsarbeit zu widmen, hat auch in der Wirtschaft als Sabbatical oder Sabbatjahr (aus dem Hebräischen šabat = mit etwas aufhören, innehalten, bzw. šeba = sieben) in unseren Breiten Verbreitung gefunden, um die Motivation von Mitarbeitern zu steigern. Auch hier müssen klare Regeln getroffen werden, wer wann unter welchen Bedingungen Pause macht. Bei dreimal so viel Krankenständen wegen Alkoholismus, Depressionen oder Burn-Out als bei anderen Krankheiten zahlen sich Auszeiten langfristig aus. Ausgebrannte Menschen sind nicht nur überarbeitet, sondern werden unterschätzt, und das schmerzt.
Regelmäßige Unterbrechungen des Alltags, die für Regeneration und Inspiration genutzt werden, helfen schon, ein Bewusstsein für eigene Bedürfnisse zu schaffen und den Wert der eigenen Leistungen einzuschätzen und zu schätzen. Sogar der Allmächtige hat am siebten Tag geruht, sein Werk besehen und gesagt: „Alles ist gut“.
Auszeit nehmen?

Im Sport bedeutet ein Timeout eine Unterbrechung des Spiels. Diese wird genutzt, um die Taktik der Mannschaft neuen Umständen anzupassen, wenn sich zum Beispiel ein Spieler verletzt hat. Dauer und Häufigkeit der Auszeit sind dabei genau geregelt.
In der Verhaltenstherapie von Kindern und Jugendlichen gilt die Timeout Technik als hilfreich, um bei sogenanntem Fehlverhalten die Möglichkeit zu bekommen, wieder zu sich zu finden und das eigene Verhalten zu reflektieren. In der Netzwerktechnik bezeichnet der Begriff die Zeitspanne innerhalb eines Kommunikationsprozesses, in der man auf Antwort wartet. Eine Auszeit braucht also Zeit. Und sie macht Arbeit, denn es geht beim Innehalten nicht um inhaltloses Lümmeln am Sofa oder so. Im Gegenteil. Auszeiten bedeuten Analyse, Orientierung und Neuorientierung.
Die Auszeit als Arbeitszeitmodell, das Professoren an den amerikanischen Unis einführten, um dem Lehrbetrieb den Rücken kehren, und sich völlig ihrer Forschungsarbeit zu widmen, hat auch in der Wirtschaft als Sabbatical oder Sabbatjahr (aus dem Hebräischen šabat = mit etwas aufhören, innehalten, bzw. šeba = sieben) in unseren Breiten Verbreitung gefunden, um die Motivation von Mitarbeitern zu steigern. Auch hier müssen klare Regeln getroffen werden, wer wann unter welchen Bedingungen Pause macht. Bei dreimal so viel Krankenständen wegen Alkoholismus, Depressionen oder Burn-Out als bei anderen Krankheiten zahlen sich Auszeiten langfristig aus. Ausgebrannte Menschen sind nicht nur überarbeitet, sondern werden unterschätzt, und das schmerzt.
Regelmäßige Unterbrechungen des Alltags, die für Regeneration und Inspiration genutzt werden, helfen schon, ein Bewusstsein für eigene Bedürfnisse zu schaffen und den Wert der eigenen Leistungen einzuschätzen und zu schätzen. Sogar der Allmächtige hat am siebten Tag geruht, sein Werk besehen und gesagt: „Alles ist gut“.
Auszeit nehmen?
Text KB / Bild: s. hofschlaeger/pixelio.de / markenredaktion blaue gans salzburg
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