“I love food. Full stop.”

Robin Ticciati enjoys his stay at the arthotel Blaue Gans while rehearsing "Le Nozze di Figaro" for the Salzburg Festival. GÄNSEHAUT joined him for breakfast.


It is not the first you are staying at the Blaue Gans and it’s not your first time in Salzburg either, is it?

No, yes, the first time actually, the first time I came, I assisted Simon Rattle doing the Peter Grimes 2005 and I stayed in a monastery, which is the one, you know the Platz by the Landestheater, the one just there. It was amazing and I had to have breakfast basically in silence. It was incredible but I thought next time I come maybe I treat myself to a hotel. And I did the Mozart Woche, that was with the Mahler Chamber Orchestra, in 2007 and then I stayed here at the Blaue Gans, it was the first time I stayed here. It is a really warm place. 

Is there something specific to Salzburg to you?

Let me think. I think I love… I love the attention to detail and the sort of relaxed quality of it as well. I also like the food, this incredible mixture of wonderful fresh produce. Yesterday I went to the market at Mirabellplatz. That was incredible. There is something about the food here that I very much enjoy.

Do you have a preferred dish?

Not really, actually, no. I love food, full stop. I don’t really have an answer, Salzburg is a very special place. I love the air here. And this hotel is so special as well. What’s so great is the staff is so friendly and the quality is so high, yet it’s in no way pretentious, you know. They get such a good balance. 

And now you are here again for "Le Nozze di Figaro" at the Salzburg Festival. This of course leads me to the obvious question, what does Mozart mean to you?

He’s not like any other. For me personally, I can only speak personally, he has the most perfect reflection of the human soul, about humanity, but somehow seen from some other place than where we are. He sees it from the sky, or nature or somewhere. I think he understands humanity so unbelievably well, and he shows us with his music that when you hear it, you feel everything that’s possible to feel.

Is this only possible with Mozart?

Making of...Osmica!

Christina Schachner & Andreas Gfrerer bei den Vorbereitungen.


Auf Einladung vom Schauspielchef der Salzburger Festspiele begleitet das arthotel Blaue Gans das Rahmenprogramm zum diesjährigen Handke-Schwerpunkt, "Jenseits der Grenze", mit einer Osmica im Garten vor der Edmundsburg.

Osmica leitet sich vom slowenischen "osem" ab, acht. Acht Tage lang durften laut einem Edikt der österreichischen Kaiserin Maria Theresia die durch Ernteausfälle verarmten Weinbauern im triestiner Karst ihre Höfe öffnen und ihren Wein bzw. andere selbst erzeugten Produkte steuerfrei verkaufen. Die Steuersätze sind auch heute noch gering, und auch die Öffnungszeiten einer Osmica sind nach wie vor beschränkt, doch die Erzeuger in den Bergen um Triest wissen sich zu helfen und wechseln sich ab: So ist ab Mai immer irgendwo eine Osmica geöffnet, die meist nach dem dazugehörigen Hof oder der betreibenden Familie benannt wird.

In Prepotto, einem Dorf mit schlichten Steinhäusern und einem wunderbaren Blick auf die Adria, erzeugt die Familie Lupinc schon seit mehreren Generationen ihre Karstweine, den roten Terrano, und die weißen Vitovska und Malvasia. Seit 1969 wird in Flaschen abgefüllt, doch traditionell trinkt man die Weine offen, in der hauseigenen Osmica. Dazu werden eingelegtes Gemüse, selbstgemachtes Brot, und Olivenöl, Schinken und Käse aus der Region gereicht.

Für alle, die noch nicht Stammgäste bei Matej Lupinc sind, hat der sympathische Weinbauer diese Köstlichkeiten nach Salzburg gebracht. Im Garten vor der Edmundsburg wird es zum Malvasia aus Triest auch den Malvasia vom Mönchsberg geben: der von den Salzburger Pfadfindern angebaute „Paris Lodron Zwinger“, der ähnlich wie sein Cousin aus dem Karst einen ganz besonderen, mineralischen Geschmack hat, und ausschließlich in der Osmica der Blauen Gans verkostet werden kann.


Öffnungszeiten (jeweils Freitag, Samstag, Sonntag von 16.00 bis 23.00 Uhr):
24. Juli am Fest zur Festspieleröffnung
29.-31. Juli
5.-7. August
12.-19. August
24.-26. August
Fuer jedermann zugänglich, Lift auf die Edmundsburg in der Moenchsberggarage!
An Regentagen bleibt die Freiluft-Osmica leider geschlossen.

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Nichts ist, wie es ist

Philippe erklärt zu Beginn des Abends worum es geht: Im Video- Chatroom der Internet-Plattform youdream erzählen Menschen ihre Träume.

Natürlich nicht in echt. Es sind die Schauspieler des Künstlerkollektivs SUPERAMAS, die da auf der Leinwand ihre Vorurteile zu den verschiedenen Nationen ihrer eigenen Truppe höchst unterhaltsam zum Besten geben. Dann hebt sich der Vorhang, der die Bühne des republic nach hinten abteilte, und die Videos stellen sich als Live-Performance heraus. Diesem Spiel mit den Ebenen wird sogleich eine weitere hinzugefügt, als das Publikum aufgefordert wird, eigene Träume als Vorlage für die nachfolgende Improvisation ins Mikro zu sprechen. Dabei wird weder gedeutet noch analysiert, die SUPERAMAS verstehen sich nicht als Experten sondern vielmehr als Akteure individueller Szenarien einer kollektiven Handlung. Wir alle träumen.

Das Konzept des Traumes und seines Wechselspiels mit der Realität ist der Zaubertrick der Show, die plötzlich erneut eine weitere Dimension einnimmt: eine Projektion zeigt ein gefilmtes Bühnenstück, das zu einem Film noir à la Ernst Lubitsch wechselt, der wiederum auf der Bühne wiederholt wird. Wie in den wirrsten Träumen wird die Handlung immer absurder, die Trickkiste der SUPERAMAS zitiert aus der europäischen Geschichte, der amerikanischen Film-Ikonographie und den Werken der SUPERAMAS selbst. Popkultur pur.

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Rote Lippen soll man küssen


Der internationale Tag des Kusses am 6. Juli ist Anlass für allerlei Kurioses: wir erfahren die – je nach Quelle variierende - Anzahl der Gesichtsmuskeln, die beim Küssen eingesetzt werden, die Namen der Glückshormone, die ein Kuss freisetzt, und die Wahrscheinlichkeit der Erkrankungen, die über den ausgetauschten Speichel übertragen werden. Der Kuss gilt als Ausdruck von Liebe, Freundschaft und Ehrerbietung, oder Verrat. Die Wissenschaft des Kusses, die sowohl physiologische als auch soziale und kulturelle Aspekte erforscht, nennt man Philematologie.

Der längste Kuss der Welt wurde zu Jahresbeginn 2011 mit 46 Stunden und 24 Minuten von einem thailändischen Ehepaar vollbracht. In der Filmgeschichte liegt der Rekord nur mehr im Minuten-Bereich, eher wird Wert auf die Romantik der Szene gelegt. Bei royalen Hochzeiten ist auch diese nicht garantiert, und es werden höchstens Sekunden gezählt (0,4 Sekunden bei Charles und Diana). Dennoch kostet küssen beträchtliche Summen. Es ist also kein Zufall, dass der Kissing Day von einer britischen Zahnversicherung Mitte der Neunziger Jahre erfunden wurde.

Die Kunst des Küssens, das ist etwas ganz anderes.

„Kiss“ lautet der Titel von Pirmin Blums ein-minütiger Magisterarbeit an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er bei Peter Kogler Kunst und digitale Medien studiert und 2005 mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Er arbeitet seitdem konsequent mit dem Internet, und spürt dem Rationalen und Intuitiven unter der raffinierten Oberfläche nach. Rote Lippen, küssen?

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Am Sonntag bleibt die Küche kalt.

Dennoch kommt das Team der Blauen Gans ins Schwitzen. Und Schnitzel gibt’s auch…
Zwei Mal im Jahr ruft Geschäftsführer Andreas Gfrerer den Team Day aus, um mit seinen Mitarbeitern die Kunst der Individualität in der Gruppe zu üben. Bevor der Festspielsommer mit seinen nicht enden wollenden Anforderungen und Höhepunkten angeht, geht es in der persönlich erstellten „Tour de Gans“ des Hausherren nicht nur ums Haus, sondern durch ganz Salzburg.

Vier Teams, die sich jeweils aus Küche-, Service- und Rezeptionsmitarbeitern, Lehrlingen und Praktikanten zusammenstellen, bekommen je nach Team-Farbe einen rosa oder einen grünen Fragebogen, der sie von Station zu Station auf Schnitzeljagd zum Ziel führt. Das schnelle Tempo und die richtigen Antworten geben Punkte, Anrufe in der Rezeption sind verboten, und wer verloren geht, darf die Kummernummer des Chefs anrufen.

Hauptsache, alle kommen wohlbehalten wieder zusammen und sind gemeinsam gestärkt.


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gänsehaut im arthotel