Das Jahr des veränderten Denkens

© Gerd Altmann/Carlsberg1988 / pixelio.de

Mit der Sonnenwende Ende Dezember beginnt der astronomische Winter und mit ihm das neue Jahr: Die Tage werden wieder länger und die Natur bereitet sich langsam auf ihre Wiedergeburt vor, auch wenn monatelang davon zunächst nichts zu sehen sein wird. Zeit für Neuanfänge. Zeit, den Stand der Dinge zu vermessen, die Ordnung der Welt zu erfassen. Es bedarf keiner apokalyptischen Weissagungen, um Anfang 2012 zu wissen, dass sich einiges ändern wird.

Hausherr Andreas Gfrerer scheut die Veränderungen nicht. Und hat wohl bedacht, was er nun anpackt: Die Blaue Gans wird neu. Was davor schon gut, schön und echt war, ist nun zu haben, denn das arthotel teilt auch die Veränderungen mit den Freunden. In den ersten Tagen des neuen Jahres gibt der Hotelflohmarkt seine Schätze preis: Möbel, Stühle, Fauteuils, Badewannen, Tischkultur, Geschirr, Kunst, Klimaschrank, Granitplatten, Bodendielen und vieles mehr. Eine einmalige Gelegenheit, den individuellen Stil um ein paar moderne Stücke zeitgenössischer Lebenskultur zu ergänzen und sich darauf zu freuen, was als nächstes kommt.

Text: KB / Bild: © Gerd Altmann/Carlsberg1988 / pixelio.de markenredaktion blaue gans salzburg

Frohe Feste

© Pertramer | Weihnachtsshooting 2011

Gut, dass es die Zeit zwischen den Jahren gibt. Bis zur Kalenderreform durch Papst Gregor XIII. war der Beginn des neuen Jahres in weiten Teilen Europas der 6. Januar. Das Jahresende wurde dagegen traditionell am 24. Dezember begangen, so dass die Zeit bis Beginn des nächsten Jahres „zwischen den Jahren“ lag. Papst Innozenz XII. legte dann 1691 den letzten Tag des Jahres – benannt nach Papst Silvester I. – verbindlich fest. Diese Tage zwischen Weihnachten und Silvester empfinden manche nach wie vor als Vakuum, als Zwischenraum, in welchem man putzt und räumt, Bilanz ziehen und Vorsätze formulieren kann, oder einfach an der Winterluft den einen oder anderen Verdauungsspaziergang macht. Das nächste Fest kommt bestimmt. Ist Weihnachten der Familie vorbehalten, sind zu Silvester die Freunde dran. Vor, während oder nach der letzten Nacht des Jahres.

Auch die Blaue Gans möchte mit ihren Freunden feiern und lädt am Neujahrstag zum Restlessen der besonderen Art. Kein Katerfrühstück sondern ein fröhlicher Abschied aus der Küche, die am 2.1.12 wegen Umbau schließt.

Text: KB / Bild: © Ingo Pertramer /  markenredaktion blaue gans salzburg

All I want for Christmas…

Buchcover Joel Waldfogel

Das dritte Advent-Wochenende ist überstanden. Der Handel ist zufrieden, denn obwohl in Österreich die Weihnachtsgeschenke immer später gekauft werden, ist der dritte Samstag vor der Bescherung der handelsübliche Richtwert, wie gut das Jahr gelaufen ist. Immerhin geht es um 1,8 Milliarden Euro, die 2011 als Weihnachtsumsatz erwartet werden, fast 3% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Rund 446 Euro werden für Geschenke ausgegeben, das meiste davon für Gutscheine, die einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Vermutlich werden diese von den 76% der männlichen Käufer erworben, die in einer aktuellen Umfrage bekennen, in letzter Minute einzukaufen und dabei eher selten nach den teuren Wunschlistengaben wie Schmuck und Multimedia greifen.

All das ist Wasser auf die Mühlen von Joel Waldfogel, einem amerikanischen Ökonomen, der schon 1993 erstmals die These aufwarf, dass Weihnachten wohlstandsmindernd sei: es wird zu viel Geld für Geschenke ausgegeben, die zu wenig Menschen zufrieden machen.

Er plädiert für trockenen Geldtransfer oder, noch besser, gar keine Geschenke. Abgesehenen davon, dass seine Studien in wissenschaftlichen Kreisen vor allem aufgrund methodischer Unzulänglichkeiten kritisiert wurden, lässt Waldfogel jegliche psychosoziale Kriterien außer Betracht, die das Schenken zum Ausdruck von Zuneigung und Aufmerksamkeit machen und die „schönste Zeit des Jahres“ begründen. Bei dieser Art Mengenlehre ist es kein Wunder, dass der Mann keine Packerl mehr bekommt.

... is you!

Für alle anderen und jene, deren Wunschliste sich in obigem Songtitel summiert, gilt, dass ihnen Weihnachten vielleicht teuer, aber vor allem lieb ist.

Text: KB / Bild: © Joel Waldfogel Buchcover Kunstmann Verlag /  markenredaktion blaue gans salzburg

Maybe she’s born with it…



Christy Turlington Burns ist Model. Und super.

Die gebürtige Kalifornierin mit südamerikanischen Wurzeln tourt derzeit durch Europa, um ihren Dokumentarfilm “No Women, No Cry“ vorzustellen. Unerkannt am Salzburger Christkindlmarkt unterwegs erscheint die 42-Jährige an der Rezeption des arthotel Blaue Gans, am Weg zum Talk im Hangar-7, so, wie sie seit mehr als 20 Jahren von Plakaten, Magazinseiten und Filmen bekannt ist: klassisch schön. Vollkommen. "Die Perfektion von Christys Gesicht ist die Sache eines Millimeters. Wenn man sie ansieht, denkt man, unmöglich, solch perfekte Gesichter gibt es einfach nicht!“ staunt selbst Karl Lagerfeld. Und Peter Lindbergh, der Fotograf, der mit seinen Bildern maßgeblich die Popkultur der Supermodels in den 90er Jahren geprägt hat, stellt fest, dass sie von allen Models diejenige ist, deren Gesicht sich am Wenigsten verändert hat. Ihre Schönheit sei so pur, als ob das Leben keine Spuren darin hinterlassen hätte.

Die Spuren des Lebens liegen bei Christy Turlington tiefer. Als ihr Vater an Lungenkrebs stirbt, hört sie zum Rauchen auf und engagiert sich in entsprechenden Informationskampagnen. Auch die Rechte der Tiere sind ihr ein Anliegen, ihre Hingabe an Yoga erweitert sie geschäftstüchtig um ein Buch, eine Schönheitsproduktlinie und Sportbekleidung. Modeln ist einträchtig. Aber nicht dankbar. Als die junge Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes, Tochter Grace, zu verbluten droht und nur „weil ich reich und im Westen lebte“ überlebte, bekam die Dankbarkeit erst ihre Dimension.

Christy Turlington gründete Every Mother Counts, um auf Müttersterblichkeit in der Welt und die Möglichkeiten, konkret dagegen vorzugehen, aufmerksam zu machen. Zwei Jahre lang arbeitete sie an ihrem Film „No Woman, no cry“ als Produzentin und Regisseurin. Im April 2010 beim Tribeca Film Festival in New York erstmals gezeigt, ist der Film demnächst in Österreich zu sehen.

Das GÄNSEHAUT-Interview mit Christy Turlington Burns lesen Sie hier.

gänsehaut im arthotel