Still, still, still...

Die ZEIT widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Schwerpunktthema Entschleunigung. Redakteur Ulrich Schnabel lädt zur Langsamkeit ein und berichtet von Managern, die Stille in der Kakophonie der unaufhörlichen Informationsströme suchen und sich mit Zeitoptimierung Zeit lassen.

Denn der äußere und innere Zeitdruck, den die heutige Gesellschaft ihren Teilhabern auferlegt, führe nur dann durch weiteres Zeitmanagement zur Verbesserung der Lebensqualität, wenn Phasen der Ruhe eingeplant werden. Zeit, in der man aus dem Strom aussteigt, den Stecker zieht. Still, eben.

Nichtstun. Die Zahl dieser Mußestunden ist dabei nicht auschlaggebend, es kommt nicht so sehr auf die Menge an Zeit an, die man zur Verfügung  hat, sondern vor allem, was man daraus macht. Die Zufriedenheit stellt sich vor allem dann ein, wenn man sich ganz einer Sache widmen kann, egal, wie lang. Nichtstun. Oder die Dinge ausschließlich um ihrer selbst Willen zu tun. Das kann, wie die Kinder, beim Spiel sein, beim selbstvergessenen Sport, bei kreativer Denkarbeit oder tatkräftigem Handwerken. Manche Dinge sind in der Lage, alle Liebe und Sorgfalt, die während ihrer Entstehung in sie einfließt, an ihre Betrachter und Benützer weiterzugeben.

Heiter bis glücklich fühlt man sich dann, es ist also kein Zufall, wenn die Redakteure der ZEIT in der gleichnamigen Rubrik der Magazin-Beilage die Gläser der Firma Stillsegler empfehlen. Einige Objekte reflektieren zum Teil jahrhundertealte Traditionen gediegener Handwerkskunst wie z.B. die Nuppengläser Aquilo, die es früher gab und nun in kleinen Glashütten in Nord-Böhmen für Stillsegler wieder hergestellt werden. „Wir beschäftigen uns damit, alte Produktionstechniken wieder auszugraben und mit neuen Formen und Farben neu zu definieren“ sagt Franz Eisl, Geschäftsführer und Produktentwickler der schönen Dinge.

Diese Gläser stehen auch auf den gedeckten Tischen des Weinarchivs im kunsGASThaus Blaue Gans, gleich neben dem Salzburger Geschäft von Stillsegler. Ein Ort der Begegnung, der sinnlichen Wahrnehmungen, wo die Zeit angehalten werden kann.

Text:  KB /  Karin Buchauer / Bild: Ingo Pertramer  / markenredaktion blaue gans salzburg